Münster bekennt Farbe
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www.entente-florale.muenster.de

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Stadt sprießt in Europa-Liga
Samstag, 31. März 2007

Dr. Lutz Wetzlar ist der Geschäftsführer des Wettbewerbs Entente Florale

Von Maria Meik Münster. Europäische Eibe umgibt den "Platz an der Sonne" im Garten des Generalsekretärs von "Entente Florale". Scheinhasel beginnt kräftig zu sprießen, während die Leuchtkraft der Narzissen zu verblassen beginnt. Dr. Lutz Wetzlar ist in Altenberge zu Hause. An der Tulpenstiege. Wie passend für den wahren Blumenfreund. Wetzlar zählt zur europäischen Jury bei "Entente Florale", dem Wettbewerb rund um Grün in Stadt und Dorf. Und diese tourt vom 15. Juni bis zum 12. August durch europäische Lande. Am 21. Juni nimmt sie Münster ins Visier, um die lebenswerteste Stadt der Welt mit bis zu 300 möglichen Punkten zu bewerten.


Seit einem Jahr ist der 60- Jährige als Geschäftsführer von "Entente Florale" am Ball. 43 Tage werden die Preisrichter zwölf Städte und zwölf Dörfer in Österreich, Belgien, Kroatien, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Irland, Italien, in den Niederlanden, Slowenien und England in Augenschein nehmen. "Die Beratungen erfolgen auf 700 Metern Höhe, im österreichischen Donnersbach", informiert Lutz Wetzlar, bevor es am 21. September im englischen Harrogat heißt: "The winner is ..." Systematik der Grünentwicklung, Nachhaltigkeit, Engagement von Verwaltung, Organisationen und Bürgern, touristische Entwicklung und Sauberkeit zählen nach Auskunft des Experten zu den Bewertungskriterien. Genauso wie Wassereinsparung oder die Vermeidung von Pflanzenschutzmitteln.

Der Altenberger ist ein "alter Hase", was den Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" angeht. Fast 30 Jahre hat er ihn bei der Landwirtschaftskammer organisiert und war Leiter der Bewertungskommission. "Es hat viel Spaß gemacht", sagt der gelernte Landschaftsgärtner, der Gartenarchitektur studiert hat. In den 70er Jahren trat er in Bonn seine erste Stelle bei der Landwirtschaftskammer an. 1986 setzte er seine Tätigkeit bei der Landwirtschaftskammer Münster fort. Zeitgleich mit der Tschernobyl- Katastrophe. Über Monatewar er nach dem Reaktorunfall mit Datensicherung und Infobeschaffung, Wasserschutz und Umweltprogrammen beschäftigt.

Er hat auch das erste Programm für Obstwiesenschutz geschrieben, entwickelte das Schulgartenprogramm NRW und managte nebenbei den dörflichen Schönheitswettbewerb. Später hat er sich mehr auf den Wettbewerb konzentriert, der nun unter dem Titel firmierte "Unser Dorf hat Zukunft". Für viele Gemeinden entwickelte er ein Dorfmarketing. Der Altenberger hat für seine Gemeinde - er saß im Rat dem Bau- und Planungsausschuss vor - das Stadtmarketing konzipiert. Im Ruhestand hat er sich selbstständig gemacht und macht Beratungen zu Regionalentwicklungen. Stolz ist der Vater von drei Kindern auf seine vier Enkel, darunter Zwillinge. Das fünfte Enkelkind ist im Anmarsch.

Für seine Europa-Tour wird er sich von seiner Familie verabschieden müssen. "Durch den Wettbewerb lernt man, dass Europa mehr ist als eine Verwaltung in Brüssel. Den Gedanken zur Verbesserung der Lebensqualität im Kontext mit Europa in die Breite zu tragen - das ist es, was mich fasziniert."


Warum nicht Gold?

Interview mit dem Generalsekretär der Entente Florale Europe

Von Maria Meik Münster. 1975 schlossen sich für die Aktion England und Frankreich zusammen. "Entente Florale" ist offen für Europa. "Und das Interesse zur Erweiterung ist groß", freut sich Dr. Lutz Wetzlar.

Im Jahr 2006 hat Münster tüchtig Farbe bekannt und deutsches Gold abgesahnt. Was gibt es auf europäischer Ebene zu holen?
Wetzlar: Gold, Silber und Bronze. Keiner geht leer aus. Doch entscheidend ist die Arbeit an der Lebensqualität.

Wie sehen Sie Münsters Chancen auf Gold?
Wetzlar: Potsdam und Kiel haben auf europäischer Ebene Gold geholt. Warum sollte es Münster nicht schaffen?

Mit welchen Augenweiden kann die Stadt punkten?
Wetzlar: Nicht nur die grünen Aspekte zählen, sondern auch die psychologischen. Erholungssuchende erleben hier viel Grün. Promenade oder Aasee - die Substanz ist gut.
Entscheidend ist die Nachhaltigkeit.
Wer ist Münsters härtester Konkurrent?
Wetzlar: Das lässt sich nicht sagen. Die Niederländer haben ein ähnliches Denkschema wie wir. Was das Bürgerengagement angeht, könnten wir uns von Frankreich und England noch eine Scheibe abschneiden.

Kann sich jeder Einzelne einbringen?
Wetzlar: Auf jeden Fall! Jeder kann sich für den Erhalt von Grün engagieren. In Vereinen und Organisationen. Oder mit Patenschaften für Bäume oder Blumenkübel. Und auch Balkonschmuck sorgt für einen schmucken Blickfang.

 

 
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