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Bundeshauptstadt im Klimaschutz
Freitag, 1. Dezember 2006
Preise im grünen Bereich


Glückwunsch: Münster ist Bundeshauptstadtim Klimaschutz, Nummer eins unter 31 Großstädten, die von der Deutschen Umwelthilfe verglichen wurden.

Das ist schön. Aber wundert’s einen noch? Livcom-Award („lebenswerteste Stadt weltweit“), European-Energy-Award, erster Platz beim Wettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ – das sind klangvolle Ehrungen, die Deutschlands Fahrradhauptstadt in den letzten Jahren einheimste. Sie haben viel mit Natur, Umwelt und gesundem Lebensraum zu tun. Und sind ein Resultat, auch von CDU und SPD mitgetragener Umweltpolitik. Sie hat Strukturen geschaffen, die nicht allein in die Verwaltung wirken, sondern Umweltbewusstsein stadtweit spürbar machen.

Dass beim Wettbewerb der Deutschen Umwelthilfe nach Münster, Freiburg und Heidelberg auf die ersten Plätze kamen, verwundert allerdings nicht. Auch dies sind Uni-Städte, auch dort wirkt grüne Verkehrs- und Energiepolitik. Und auch sie erfreuen sich eines gewissen Mangels an ungünstigen Voraussetzungen. Da die Arbeit in Wissens- und Verwaltungsstädten nun mal im Sitzen erledigt wird, fallen naturgemäß weniger Klimaschadstoffe an als in Industrieregionen. Ein ersessener Standortvorteil.

Dies soll den Ehrentitel „Bundeshauptstadt im Klimaschutz“ nicht schmälern. Rad fahren ist toll, dichte Busfahrpläne, rußfreie Stadtwerke- Kraftwerke kann man nur begrüßen. Dass Klimaschutz am Bau Geld spart, freut zudem nicht nur Ökologen, sondern auch Ökonomen. Undweilmanweiß,wie so was organisiert wird, mag Münster gern Vorbild-Hauptstadt für andere sein.

Gleichzeitig sollte man sich nicht blenden lassen. Es gibt auch Preise und Ehrungen, die Westfalens Hauptstadt bisher nicht abgeholt hat. Das Scheitern der Uni bei der Exzellenzinitiative war da ein herausragender Fall. Ein Fall überdies, bei dem es nicht nur um die Ehre und einen warmen Händedruck ging wie vorgestern in Berlin – sondern um Millionen harter Euro. Und sollte jemand auf die Idee kommen, einen Preis für stringente, Zukunft antizipierende Ratspolitik zu vergeben, lohnt sich im Moment eine Bewerbung kaum. Doch keine Angst, Münsters Verwaltung hat den Dreh raus: Nur dort bewerben, wo man auch gewinnen kann. Und dann ordentlich Reklame mit den Preisen machen.

Günter Benning
 
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