Münster bekennt Farbe
> Startseite
> Bekennen
> Mitmachen
> Fotowettbewerb
> Ideen
> Projekte
> Inspiration
> Presse
> Sponsoren
www.entente-florale.muenster.de

pixel


Münster ist gut zum Klima
Donnerstag, 30. November 2006
Darum gibt es von der Deutschen Umwelthilfe den Ehrentitel "Bundeshauptstadt" zum zweiten Mal

Von Günter Benning

Münster. Das Klima spielt verrückt. Wenn’s doch nur mehr Städte wie Münster gäbe! Gestern Abend in Berlin wurde die weltweit lebenswerteste Fahrradhauptstadt wieder mal aufs Treppchen gestellt: "Bundeshauptstadt im Klimaschutz" darf sie sich nennen.
Verliehen hat die Ehre die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Und gejubelt hat unter anderem Heinrich Bruns, Leiter des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz: "Eine tolle Nachricht – vor allem, weil wir das schon mal waren." 1997 hat die DUH Münster erstmals zur klimatologischen Bundeshauptstadt gekürt. Aus ganz ähnlichen Gründen wie diesmal: Innovative Energiesparkonzepte in den städtischen Liegenschaften und in der Siedlungsentwicklung.

Dazu eine klimaschonende Verkehrspolitik, eine intensive Öffentlichkeitsarbeit sowie eine "motivierende Bürgerbeteiligung im Klimaschutzprozess". Bei einer Feierstunde in Berlin würdigte Staatssekretär Michael Müller das besondere Klimaschutzengagement von Münster und zwölf weiteren Preisträgern. Auf Platz zwei unter den Kommunen mit mehr als 100 000 Einwohnern kam Freiburg, auf Platz drei drängeln sich Hamburg und Heidelberg.

Klimaschutz ist in Münster ein alter Hut. Anfang der 90er Jahre habe die CDU angefangen, Leitlinien für den Klimaschutz zu erstellen, schildert Heinrich Bruns den Weg an die Spitze. Heute arbeiten viele mit: Zum Beispiel auch die Stadtwerke, deren neues Gaskraftwerk zur positiven Klimabilanz der Stadt beiträgt. Birgit Wildt von der Koordinierungsstelle für Klimaschutz und Energie sorgt sich nicht nur um städtische Gebäude, sondern berät münsterische Bauherrn, wie sie schadstoffarm umrüsten können.

Für Stadtgebäude gilt die Marschroute, weniger als 50 Kilowattstunde pro Quadratmeter und Jahr – so wenig muss es sein. "Supergute Beispiele", sagt Bruns, zeigen, dass es auch noch besser geht. Ein Mal im Jahr verleiht die Stadt dafür die "Grüne Hausnummer". "Wir müssen die Anstrengungen für den Klimaschutz verstärken", sagte gestern Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, bei der Preisverleihung, "die Wirksamkeit genutzter Energie muss gesteigert werden, um den Treibhauseffekt zu begrenzen." 2005 erst erhielt Münster bereits den "European Energy Award Gold".

Für Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann ist dabei der Klimaschutz nicht nur moralisch gerechtfertigt, sondern auch eine Frage ökonomischer Vernunft: "Er entlastet spürbar den städtischen Haushalt."

Erste politische Reaktion von Frank Baumann, umweltpolitischer Sprecher der CDU Ratsfraktion: "Ein echter Ritterschlag für die münsterische Umweltpolitik."
 
< zurück   weiter >

> Impressum
presse

Presse

pixel
s01 s02 s03 s04 s05 s06
s07 s08 s09 s10 s11 s12
pixel