Münster bekennt Farbe
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Schmetterlinge auf dem Balkon füttern
Freitag, 10. März 2006

Umweltforum/NABU verteilen Saaten

Von Eva Zimmerhof

Münster - In der Antike war er ein Sinnbild für Unsterblichkeit, heute ist der Schmetterling vom Aussterben bedroht. Um mehr Natur in die Gärten zu bringen und damit auch dem farbenprächtigen Falter wieder mehr Nahrungsquellen zu bieten, verkaufen derzeit das Umweltforum und der NABU Münster Wildblumensaaten. Die Aktion ist ein Beitrag zur Kampagne „Münster bekennt Farbe“ des städtischen Amts für Grünflächen und Umweltschutz.


„Mit vielen exotischen Blüten können die heimischen Insekten gar nichts anfangen“, weiß Dr. Thomas Hövelmann (NABU). „Dazu kommen die zahlreichen Züchtungen, die überhaupt keine Pollen mehr besitzen.“ So gaukelt der bunte Papillon immer öfter hungrig durch die Gärten – und wird immer seltener. „Mit dem Verkauf der Wildblumensaaten wollen wir die heimische Insekten- und Pflanzenwelt fördern“, erklärt Anke Feige vom Umweltforum. „In Geschäften sind Samen solcher heimischen Pflanzen nur selten erhältlich.“

Nun gibt es neben der Mischung „Für Schmetterlinge“, unter anderem bestehend aus Kornblumen und Färberkamillen-Samen, zudem die Variante „Bienenfreundlich und duftend“, in der Aniskraut und Feld-Thymian enthalten sind. Die Wildblumen würden besonders an sonnigen Orten im Garten oder auf dem Balkon gut gedeihen und bis in den Spätsommer blühen, so Feige. Die beste Saatzeit sei in den Monaten März und April.

Im Geistviertel will Susanne Stallmann vom Bewohnerverein Weißenburg für die Wildblumen werben und damit an eine Aktion für die heimische Bienenbevölkerung anknüpfen. In der autofreien Siedlung am Freiburger Weg hatten im Vorjahr zahlreiche Anwohner Nisthilfen an ihren Balkonen angebracht. Für Bienen-Heime ist dort also gesorgt, nun sollen die Tiere noch angefüttert werden.

Zu kaufen gibt es das Saatgut übrigens im Umwelthaus in der Zumsandestraße zu den Öffnungszeiten des Umweltforums (wochentags von 9 bis 12 Uhr) und des NABU-Büros (donnerstags 16 bis 18 Uhr).

 
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