Münster bekennt Farbe
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Dienstag, 11. Juli 2006

Experten-Jury bewertet grüne Qualitäten

Münster · Wenn die Jury-Mitglieder der „Entente Florale“ am morgigen Donnerstagmorgen in der Rüstkammer des Rathauses von Bürgermeisterin Karin Reismann und Stadtdirektor Hartwig Schultheiß begrüßt werden, liegt ein arbeitsreicher, aber auch spannender Tag in Münster vor ihnen. Acht Stunden nehmen sich die Fachleute für Gartenbau, Stadt- und Landschaftsplanung sowie Tourismus Zeit, um sich vor Ort ein Bild von Münsters grünen Qualitäten zu machen.

Dabei werden sie – natürlich in Begleitung ortskundiger Experten vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz – zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Bus und Schiff unterwegs sein. Vorsitzender der Jury ist Dr. Rüdiger Kirsten vom Bund deutscher Landschaftsarchitekten. „Wir freuen uns auf die Jury und sind bestens vorbereitet“, sagt Stadtdirektor Hartwig Schultheiß mit Blick auf die über 100 großen und kleinen Initiativen für mehr Grün in der Stadt, die in den vergangenen Monaten entstanden sind.


Mit der Kampagne „Münster bekennt Farbe“ wirbt die Stadt seit Anfang des Jahres offensiv für den bundesdeutschen Wettbewerb der „Entente Florale“. Hartwig Schultheiß: „In einer Gemeinschaftsaktion von Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bürgern ist es gelungen, unglaublich viele Kräfte für eine nachhaltige Stadtbegrünung zu mobilisieren. Damit steht für uns, unabhängig vom Ausgang des Wettbewerbs, schon jetzt fest, diesen Weg werden wir beharrlich weitergehen.“

Das städtische Amt für Grünflächen und Umweltschutz hat eine Route mit 15 Stationen für die acht Jury-Mitglieder zusammengestellt. „Bei der Auswahl haben wir uns von Bewertungskriterien für den bundesweiten Wettbewerb leiten lassen“, erläutert Amtsleiter Heiner Bruns. Punkten möchte die Stadt mit ihrem fast idealtypischen Grünsystem, mit ihrer Grünordnung, die als gesamtstädtisches ökologisches Konzept die städtebauliche Entwicklung entscheidend beeinflusst, mit den vielen öffentlichen Parks, Spielplätzen, Friedhöfen und Kleingärten, mit einer Ressourcen schonenden Gewerbeflächenentwicklung und natürlich mit dem Engagement ihrer Bürger für die Stadtbegrünung.

Die Tour beginnt in der Altstadt und führt unter anderem über die Promenade ins Kreuzviertel. Weitere Stationen sind die Kleingartenanlagen, der Gewerbepark Loddenheide und der Aasee. Auch besonders lauschige Privatgärten wie der Rosengarten der Familie Lüerßen an der Hollenbeckerstraße, der Apothekergarten an der Neubrückenstraße und der Bischofsgarten am Aaseitenweg öffnen für die Jury ihre Pforten.

 
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