Münster bekennt Farbe
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www.entente-florale.muenster.de

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Grüne Daumen für Münster drücken
Mittwoch, 12. Juli 2006

Bürger und Stadt sagen es durch die Blume

Von Maria Meik

Münster. Grün, blumig, preisverdächtig! Dass Münsters Naturkleid Gold Wert ist, weiß doch jedes Kind – und die Jury spätestens ab heute. Die lebenswerteste Stadt der Welt steht auf dem Prüfstand und muss an einem 13. (das kann doch nur Glück bringen!) Farbe bekennen. Der achtköpfigen Jury, die sich durch 15 Städte und Gemeinden „schaufelt“, blüht ein strammes Programm beim Endspurt des bundesweiten Wettbewerbs „Entente Florale – Unsere Stadt blüht auf“, auf den nicht nur „fleißige Lieschen“ hingearbeitet haben.


Nun ist die Jury an der Reihe, punktend für Münster „Farbe zu bekennen.“ An 15 Stationen dürften die Experten aufblühen, wenn sie sich die Lebensqualität dieser Stadt verinnerlichen. Das Amt für Grünflächen und Umweltschutz unter Leitung von Heiner Bruns hat die Route zusammengestellt, die grüne Klassiker wie Promenade, Aasee und Botanischer Garten genauso auf dem Plan hat, wie verborgene Ecken.

Es war mitten im kalten Winter, als Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann den Startschuss für den Flower- Power-Wettbewerb gab. Er sandte Kinder mit Primelchen und Narzissen als Botschafter für die Kampagne „Münster bekennt Farbe“ aus, womit der Wettbewerb in Gang gesetzt wurde. Schulen und Kitas, Vereine und Verbände, Firmen und Gastronomie, Geschäftsleute, Gärtnereien, Kleingärtner und eine große Reihe von Blumenfreunden – sie alle zeigten Engagement und legten sich ins Zeug. Lange wollte es kein Frühling werden. Aber dann sprießte es kunterbunt. Sehr zur Freude von Kreisgärtnermeister Erich Welling, Ziehvater des Wettbewerbs.

Und die vielen bekennenden Aktionen waren klasse, die an dieser Stelle nicht alle genannt werden können. So wurde im Mühlenhof mit 120 Metern der längste Blumenkasten bepflanzt, von der Polizei gab’s Rosen statt Anzeigen, das Rathaus erblühte im Kreisel, Wilsberg schaltete sich ein, britische Soldaten griffen zum Spaten und beteiligten sich an der Kampagne, während Hiltrup beim Frühlingsfest im Blumenmeer versank.

Punkte sammeln möchte die Stadt heute mit ihrem fast idealtypischen Grünsystem, mit ihrer Grünordnung, die als gesamtstädtisches ökologisches Konzept die städtebauliche Entwicklung entscheidend beeinflusst. Altstadt, Aaseitenweg, Kreuzviertel, das ehemalige Schlachthofgelände, Wienburgpark, Dortmund-Ems-Kanal, Kleingartenanlage Große Dahlkamp, der Gewerbepark Loddenheide, Aasee, Zentralfriedhof, Mühlenhof, Mecklenbeck und Gievenbeck mit den neu geplanten Grünbereichen sowie drei Privatgärten (Hollenbeckerstraße, Apothekergarten an der Neubrückenstraße und Bischofsgarten am Aaseitenweg) machen das Gesamtpaket der Jury-Tour aus.

Jetzt heißt es den grünen Daumen zu drücken! Wäre doch super, wenn Münster zu den güldenen Siegerstädten zählt, die im ZDF-Fernsehgarten in Mainz am 8. August vor einem Millionenpublikum preisgegeben werden.

 
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