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Visionen eines Gärtners
Mittwoch, 9. August 2006

Zu Besuch bei Erich Welling, einem der Motoren von „Unsere Stadt blüht auf“

Von Heike Hänscheid

Münster - Der erste Gratulant war um 5.30 Uhr am Telefon. Erich Welling nahm das nicht krumm, denn der Kreisgärtnermeister steht immer früh auf – auch am Tag nach dem erfolgreichen Abschneiden Münsters beim Bundeswettbewerb der „Entente Florale“, für das er mit Herzblut gekämpft hatte. Anrufe, Faxe und Besuche erfreuen den 67-Jährigen natürlich – hat er doch erheblichen Anteil daran, dass Münster überhaupt beim Wettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ eingestiegen war. „Man hat doch Visionen als Gärtner“ fasst er, inzwischen mit den Gedanken schon beim Wettbewerb auf europäischer Ebene, zusammen, was ihn motiviert hat.

Ziele setzen und sie erreichen – das ist sein Lebensmotto. Und da ist es egal, ob es um einen solchen Wettbewerb geht, um den Kampf zum Erhalt der gefährdeten Gartenbauschule in Wolbeck oder um Hilfe und Beratung für die Kollegen, die er als Kreisgärtnermeister betreut.

Seit 2000 ist der Mann mit dem grünen Daumen im Ruhestand – aber berufspolitisch weiter so aktiv wie eh und je. Und wenn man das schmucke Haus in Kinderhaus besucht, in dem das Ehepaar Welling seinen Ruhestand verlebt, weiß man sogleich, dass er auch das Gärtnern nicht lässt. Seinen eigenen Garten hat er in einer Mischung aus pflegeintensiver Bepflanzung und arbeitserleichternder Anlage geplant: „Ich habe schon ans Älterwerden gedacht – etwa bei der Einbringung von Bewässerungs- Schläuchen, die bei Bedarf die Beete betropfen“.

Die vielen, üppig blühenden Kübel, Schalen und vor allem die überbordend bewucherten Hochgestelle Marke Eigenbau verlangen allerdings regelmäßige, aufwändige Pflege – Wässern war in diesem Sommer dabei das A und O. Und dafür nimmt er sich täglich Zeit. „Der Garten ist mein Wohnzimmer“ sagt er und blickt stolz auf den Teich, in dem die Goldfische sogar einen „Aussichtsturm beschwimmen können“. Enkelin Lara übrigens füttert von Opas Arm aus die Tiere besonders gern.

Für die Teilnahme an der europäischen Ausgabe des grünen Wettbewerbs in 2007 liegt ihm eine breite Beteiligung der Bürger wie der Verwaltung besonders am Herzen: „Wir haben aus der Vergangenheit mit Aasee, Rieselfeldern und Landschafts-Anbindung ein großes Pfund zum Wuchern“, findet er, aber: „Mit Zuschauen allein ist nichts zu holen!“. Deshalb wünscht er sich Aktivitäten – Baumscheiben-Paten z. B. – und Sponsoren. Grüne Visionen eben.

 
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