Münster bekennt Farbe
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www.entente-florale.muenster.de

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Dickmännchen, Teufels Krückstock und Co.
Dienstag, 25. April 2006

Das Naturkundemuseum bekennt Farbe / es entsteht ein neuer Vegetationsgeschichtlicher Rundgang

Auch das Naturkundemuseum Münster beteiligt an der Kampagne „Münster bekennt Farbe“, mit dem die Stadt beim bundesweitem Wettbewerb der Entente Florale „Unsere Stadt blüht auf“ punkten will. Ginkgo und Aralie sind zwei Bäume, die es heute noch gibt und die mit ihre direkten Vorfahren bereits vor über 200 Millionen Jahren auf der Erde lebten.

Im Frühjahr 2006 begann das Westfälische Museum für Naturkunde damit, einen neuen vegetationsgeschichtlichen Rundweg um das Landesmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe einzurichten, der den Besuchern einen kleine Einblick in die Vegetationsgeschichte gibt.

Beginnen sollte man seinen Rundgang bei der Nachbildung eines Riesen-Schachtelhalms und anderen Pflanzen aus dem Steinkohlezeit, dem Karbon. Im Eingangsbereich des Naturkundemuseums, nahe der Dinosaurier und Magnolien, findet man auch eine Aralie, die auch Teufel´s Krückstock genannt wird. Als Bodendecker wurde das „Dickmännchen“ (Pachysandra) gepflanzt, das bereits riesigen Pflanzenfressern unter den Dinosauriern als Nahrung diente, denn Gräser gab es zu dieser Zeit noch nicht.


Die Reise geht weiter vorbei an Mammut- und Tulpenbaum sowie dem bizarr wirkenden Amberbaum, einem beliebten Garten- und Parkbaum  - der auch in Münster zu finden ist.

Im Eiszeitalter wurde die Vegetation zunehmend lichter. Findlinge wurden mit den Eismassen ins Münsterland transportiert und nach der Eisschmelze abgelagert. Kiefern und Birken läuteten unsere heutige Warmzeit ein, in der der Mensch die Pflanzenwelt zunehmend veränderte und verschiedene Pflanzen, wie z. B. Getreide, Gemüse und einige Baumarten in Kultur nahm. Die Wacholderbüsche, die Kopfbäume und die kleine Obstwiese zeigen beispielhaft beim weiteren Rundgang diesen Wandel in der Landschaft.
Der Vegetationsgeschichtliche Rundweg endet bei Walnuss und Esskastanie, zwei Bäumen, die bei dem sich wandelndem Klima auch im Münsterland inzwischen gut gedeihen.

Wer mehr zu diesen genannten Baumarten und andere Pflanzen erfahren will oder sich mit der westfälischen Landschaft und seiner Geschichte beschäftigen möchte, ist herzlich in das Westfälische Museum für Naturkunde eingeladen. Im Frühjahr 2007 beginnt dort die große Sonderaustellung „Pflanzenwelten“ und bereits heute kann man in der Dauerausstellung „Westfalen im Wandel – Von der Mammutsteppe zur Agrarlandschaft“ viel über die Veränderungen in der Tier- und Pflanzenwelt Westfalens erfahren. 

 
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