Münster bekennt Farbe
> Startseite
> Bekennen
> Mitmachen
> Fotowettbewerb
> Ideen
> Projekte
> Inspiration
> Presse
> Sponsoren
www.entente-florale.muenster.de

pixel


Einfach weiter blühen
Montag, 25. Juni 2007

Entente Florale: Münsters Landfrauen öffnen ihre Gartenpforten

Münster- Johanna Große-Kleimanns Hühner sind grün und gackern nicht. Krank sind sie nicht: Es sind Buchsbaumstauden. Sie stehen in einem der Gärten von Münsters Landfrauen, die gestern im Rahmen von "Münster bekennt Farbe" ihre Gartenpforten geöffnet hatten. 26 Gärtnerinnen des Landfrauenverbands sind damit dem Aufruf der Stadt Münster gefolgt, sich bei der "Entente Florale" zu beteiligen. Paula Hülsmann, in deren Gemüse und Blumengarten Feuerlilien neben Eisbegonien blühen, hat nicht nur Wildfremde in ihrem Garten spazieren lassen. Sie hat so auch für europäisches Gold bei dem Wettbewerb um Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Blumenschmuck gekämpft.

"Es geht aber nicht um das Blümchenpflanzen, um damit eine Goldmedaille bei der Entente Florale zu gewinnen, sondern um Nachhaltigkeit", sagt Marc Endres von der Kampagne "Münster bekennt Farbe". Und nachhaltig, das sind die Gärten der Landfrauen ganz eindeutig.

Während in der Innenstadt Landschaftsgärtner erst Erde ankarren und an der Promenade neue Beete anlegen, müssen die Landfrauen nur noch ihre Pforten öffnen. "Wir müssen nichts mehr anpflanzen. Wir haben doch schon alles da!", sagt Landfrau Johanna Große-Kleimann, die ihren Garten dennoch etwas verschönert hat.

Sie hat ein Knotenbeet aus Buchsbaum angepflanzt, wo sich eine filigrane, 20 Meter lange Buchsbaumhecke über den Boden schlängelt. Helle Pflanzen sind da sorgsam mit dunklen verwoben. Auch bei Familie Kampert prägt das immergrüne Gewächs den Vorgarten. Der Großvater von Heinrich Kampert hat den Buchsbaum dort vor 100 Jahren angepflanzt. "Alle fünf bis sieben Jahre müssen die Pflänzchen herausgenommen, die Wurzeln gestutzt und wieder eingepflanzt werden", so Kampert über die mühselige Pflege. Auch Hülsmann kennt diese Prozedur von ihren Beeteinfassungen.

Das Unkrautjäten wird ihr aber nicht zu viel: " Ich mache es gern." Auch für Große-Kleimann ist ihr "Spaßgarten", an dem sie 20 Jahre gefeilt hat, ein angenehmes Hobby: Nicht nur 100jährige Weiden und Rosen gibt es dort zu sehen, auch Anhängerkupplungen und Güllefässer finden dort ihre Anwendung - in den Skulpturen ihres Mannes. Wer gerne selbst Farbe bekennen möchte, kann im Internet Ideen sammeln. Doch wann genau (April) und wo man den Buchsbaum stutzt, das erfährt man am besten vor Ort - bei den Landfrauen und ihren Männern. shr

 
< zurück   weiter >

> Impressum
presse

Presse

pixel
s01 s02 s03 s04 s05 s06
s07 s08 s09 s10 s11 s12
pixel