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Kleingärten sind wieder "in"
Dienstag, 12. Juni 2007

Fest des Stadt- und Bezirksverbandes lockte 800 Gäste in die Anlage "Habichtshöhe"

Von Charlotte Pötzel Münster. "So eine kleine Hütte im Grünen ist doch einfach etwas Schönes - und vor allem auch einfacher zu finanzieren als in den Ferien immer in ferne Länder zu fliegen!" Herbert Küdde steht inmitten der Kleingartenanlage Habichtshöhe und ist sichtlich begeistert: "Zu sehen, wie fröhlich die Menschen hier immer sind, ist der beste Beweis für die Attraktivität der Kleingartenanlagen!" Gut 800 Besucher zählte der Vorsitzende Herbert Küdde beim großen Kleingartenfest, zu dem der Stadt- und Bezirksverband der Kleingärtner am Sonntag eingeladen hatte.

Der Vorsitzende Hans-Peter Leßmann sah in dieser hohen Resonanz auch eine Bestätigung seiner Festrede, die er dem Thema "Kleingärten sind wieder in" gewidmet hatte. Herbert Küdde machte neben dem finanziellen Aspekt auch noch das Wohlgefühl in der Gemeinschaft als Grund für die steigende Nachfrage aus. "In unserer Anlage pflegen Menschen vieler verschiedener Nationalitäten ihre kleinen Oasen - und wir können mit großer Freude voneinander lernen." Bei der Eröffnung am Sonntagvormittag ließ es sich auch Bürgermeisterin Karin Reismann nicht nehmen, ihren grünen Daumen zu zeigen und direkt neben dem Vereinshaus eine große Kamelie zu pflanzen.

Auch musikalisch wurde der "Tag des Gartens" bestens begleitet - zunächst vom Männergesangsverein 1848 Hiltrup und danach von der Cellar- Jazz-Band. Gegen Mittag war die Zeit der traditionellen landwirtschaftlichen Berufe gekommen: Nachdem zuvor der aktuelle "Kleingärtner-Boom" an erster Position der Gespräche gestanden hatte, stellten nun ein Korbmacher und ein Holzschuhmacher ihr altes Handwerk vor. Josef Wahlers saß inmitten einiger Bündel aus geschnittenen Korbweiden, die er nach und nach zu Körben aller Größen verarbeitete: "Gelernt habe ich das nie - ich habe eigentlich nur aus Langeweile angefangen", schmunzelte er, während er geschickt einen Ast in den Korb einflocht.

Dass dieser Zeitvertreib wohl sehr viel spannender und schöner sein kann, als die Beschäftigung mit Fernsehen oder Computerspielen, durften kurz darauf dann auch die jungen Gäste kennen lernen, die dem Korbmacher gespannt zusahen. Auf großes Interesse stieß auch Eberhard Berning, der inzwischen in der fünften Generation den alten Familienbetrieb der Holzschuhmacher fortführt. Etwa zwei Stunden Zeit benötigt er, um aus dem feuchten und schweren Stück Pappelholz einen fertig zugeschnittenen und ausgehöhlten Holzschuh zu fertigen: "Als Lehrberuf gibt es den Holzschuhmacher gar nicht mehr - aber vielleicht finde ich ja in der eigenen Familie Nachwuchs", lachte er und blickte auf seinen Enkelsohn, der mit Hilfe seines Vaters auch schon Hand an die schweren Werkzeuge anlegen durfte.

 
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