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Ein Herz für den kranken Aasee
Dienstag, 12. Juni 2007

Tue Greenfort startet Güllebrunnen

Münster - Für Tue Greenfort ist es ein großer Augenblick: Er drückt auf einen kleinen grünen Knopf. Der Güllewagen neben ihm rumpelt, der Motor fängt an zu brummen. Es gluckert. Eine Pumpe pumpt Wasser durch einen Schlauch aus dem Aasee in den Wagen. Über ein Rohrsystem schießt das Wasser aber auch direkt wieder in den See hinaus. 15 Meter breit ist die Wasserfontäne. Das Kunstwerk ist fertig: ein Güllebrunnen. Der Güllewagen steht seit gestern am Ufer des Aasees, direkt vor den Aaseekugeln. Tue Greenfort hat ihn für die Skulptur Projekte 07 bauen lassen. Von der Firma Kotte aus dem Münsterland, die auf Landmaschinen spezialisiert ist.

Stefan Kotte hat den Wagen genau nach den Plänen des Künstlers angefertigt. Doch bis auf ein zwei kleine technische Änderungen gibt es nichts, was das Kunstwerk von einem Standard Güllewagen unterscheidet. Er ist sieben Tonnen schwer, fasst 70 500 Liter Gülle und ist komplett verzinkt. Weil Gülle so aggressiv ist und den Wagen sonst zerfressen würde. Und da liegt auch schon des Pudels Kern. Der dänische Künstler will ökologische Zusammenhänge aufzeigen. Durch die intensive Viehzucht und die damit verbundene Gülleproduktion ist der Aasee mit Phosphaten verschmutzt. Die Stadt lässt Eisenchlorid einleiten, das die Phosphate bindet. Doch für Greenfort ist das nur "Kosmetik" , nur eine, wie er sagt, "technische Lösung, die das Problem nicht an der Wurzel packt".

Mit seinem Kunstwerk hat er die Situation des Aasees nachgebaut: Auf dem Dach des Güllewagens ist ein Bassin mit Eisenchlorid, das Tröpfchen für Tröpfchen in die Wasserfontäne rinnt. Die Gülle sprudelt in den Aasee, das Eisenchlorid ist nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Mit einem Unterschied: Die Gülle bei Greenfort ist Wasser. Sabine Müller

 
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