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Platz für 400 Bäume
Mittwoch, 17. Januar 2007

Am Haus Rüschhaus entsteht ein "Hochzeitswald" / Ist das Gebäude für Trauungen geeignet?

Von Martin Schildwächter Münster-Nienberge. Erst heiraten und dann einen Baum pflanzen - das wird ab dem Frühjahr dieses Jahres möglich sein. Die Stadt Münster lässt dafür eine drei Hektar große Fläche am Haus Rüschhaus herrichten. Das Areal befindet sich in Richtung Autobahn 1. Im dem so genannten Hochzeitswald soll Platz für etwa 300 bis 400 Bäume sein, erklärte Reimer Stoldt, Abteilungsleiter im Grünflächenamt, auf Anfrage unserer Zeitung. Gepflanzt werden können folgende Bäume: Stileiche, Rot- und Hainbuche sowie Eberesche und Ahorn.

Die Idee, einen Hochzeitswald anzulegen, hatte der Kreisverband Coesfeld/Münster der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der im Juni 2005 einen entsprechenden Bürgerantrag an die Stadt Münster stellte. "Es wäre schön, wenn Hochzeitspaare die Gelegenheit erhalten, einen geeigneten Baum zu pflanzen, dessen Entwicklung von der Familie ein Leben lang beobachtet werden kann", meinen Dr. Hans-Jürgen Meyer-Ravenstein und Hubert Große Kleimann in ihrem Antrag. "Dieser Brauch war bereits im Mittelalter üblich." Zunächst muss die 30 000 Quadratmeter große Fläche entsprechend angelegt werden.

Die Ausschreibung dafür läuft derzeit, so Stoldt. Eine Firma soll einen Rindenmulchweg und drei Tümpel anlegen sowie einen Zaun aufstellen. Letzterer sei unter anderem notwendig, um die jungen Bäume vor Wildbiss zu schützen. Zwei selbstschließende Tore im Zaun sichern den öffentlichen Zugang zur Fläche. Reimer Stoldt findet den geplanten Hochzeitwald auch deshalb "positiv", weil "der geschichtsträchtige Ort wieder aufgelebt" und "die Verbindung zur Natur vermittelt" wird. Stoldt: "Viele Leute haben ja mittlerweile keinen Gartenmehr." Außerdem werde die Stadt ein entsprechendes Faltblatt mit alle wichtigen Infos für potenzielle Baumspender herausgeben.

Wie hoch die Kosten für einen Baum sein werden, steht noch nicht fest. Hochzeitswald am Haus Rüschhaus - und wie sieht es mit Trauungen im Haus Rüschhaus aus? "Es hat bereits Gespräche zwischen der Droste-Gesellschaft und der Stadt gegeben", sagte gestern Monika Hochwald, Leiterin des münsterischen Standesamtes. Es stehe allerdings noch nicht fest, ob das "historische Gebäude für Eheschließungen überhaupt geeignet ist", so Hochwald weiter. Bereits vor einigen Jahren habe es Überlegungen gegeben, ob das Haus Rüschhaus für Trauungen in Frage komme.

Das Stadtmuseum habe dieses allerdings abgelehnt. Grundsätzlich gehe es um die Frage, ob dem "feinen und edlen Gebäude" Hochzeitsgesellschaften mit 30 und mehr Personen zuzumuten seien, erklärte Monika Hochwald weiter. Deshalb sollen nun weitere Gespräche mit der Droste-Gesellschaft, dem Stadtmuseum und dem Standesamt geführt werden, um zu klären, ob das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert für Trauungen grundsätzliche in Frage komme oder nicht.

 
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