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Sag mir wo die Blumen sind
Sonntag, 6. Mai 2007

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) Münster startet eine neue Kampagne und erfasst bedrohte Arten. Während Münsters Innenstadt für die ‚Entente Florale 2007’ erblüht, ist im Münsterland Marlene Dietrichs Schlager "Sag mir, wo die Blumen sind" wieder aktuell. "Denn in Deutschlands Landschaft sind bunte Blumenwiesen oder blütenreiche Äcker nur noch vereinzelt zu finden", sagt Dr. Thomas Hövelmann vom NABU Münster.

Der Naturschutzbund (NABU) weist in der Aktion darauf hin, dass Blumensorten wie die Sumpfdotternelke (auch Butterblume genannt) oder das Wiesenschaumkraut immer seltener werden. "Früher waren die Wiesen zu Ostern von lilafarbenem Wiesenschaumkraut geprägt", sagt der Biologe Hövelmann vom NABU Münster. "Heute muss man suchen, um einzelne Exemplare zu finden." Auch Blumenarten wie Sauerampfer oder die Kuckucksnelke sehe man immer seltener. Der Grund: Viele Wiesen sind längst in Äcker umgewandelt oder zumindest derart aufgedüngt und entwässert worden, dass allenfalls noch der Löwenzahn im Frühling für Farbtupfer sorgt. Auch auf den intensiv bewirtschafteten Äckern herrsche Monotonie, schöne Blüten findet man hier höchstens noch vereinzelt.

Die Arbeitsgemeinschaft "Botanik" des NABU Münster will den Rückgang der Blumenarten jetzt genauer untersuchen. Zu diesem Zweck zählt sie auf vier Flächen von je ein mal einem Kilometer jede Blume. "Das ist sehr viel Arbeit, aber nur so können wir in den nächsten Jahren feststellen, wie dramatisch der Rückgang der Blumen wirklich ist", sagt Hövelmann. Wer also in Münster Wiesen mit Butterblumen oder Wiesenschaumkraut findet, wird gebeten, sich zu melden. Über Anrufe oder E-Mails mit Ortsangabe und Angaben über die Größe des Bestandes freut sich der Leiter der AG Botanik beim NABU Münster, Dr. Thomas Hövelmann: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , Tel. 133 75 62 (Anrufbeantworter).

Weitere Hintergrundinformationen:

Die Sumpfdotterblume

Allgemeines

Die Sumpfdotterblume gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist daher wie viele Arten dieser Familie giftig. Ihr lateinischer Name Caltha palustris deutet an, dass sie an feuchten Standorten zu finden ist (lat. palus = Sumpf). Im Volksmund ist diese mehrjährige Pflanze auch unter der Bezeichnung "Butterblume" bekannt, da sie früher zur Färbung von Butter genutzt wurde. Während ihrer Blühzeit von März bis Juni dient ihr Nektar vielen Insekten, insbesondere der Schwebfliege, als Nahrungsquelle. 1999 wurde diese Art von der Stiftung Naturschutz Hamburg und der Stiftung zum Schutz gefährdeter Pflanzen zur Blume des Jahres gewählt.

Aussehen

Charakteristisch für die Sumpfdotterblume sind die fünf glänzend-gelben Blütenblätter und die zahlreichen Staubblätter. Von verwandten Arten, wie z.B. dem scharfen Hahnenfuß, ist sie leicht dadurch zu unterscheiden, dass sie nur ungeteilte rundliche Blätter besitzt, die fettig-glänzend wirken.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Sumpfdotterblume ist zirkumpolar, d.h. es erstreckt sich von Europa über das nördliche Asien bis ins arktische Nordamerika. Als Standort besiedelt diese Pflanze nährstoffreiche Sumpfwiesen, Bruch- und Auewälder und ist auch an Quellen, Bächen und Gräben zu finden. Daher kann sie als hilfreicher Feuchte- und Nässezeiger angesehen werden.

Gefährdung

Früher gehörte diese Art zum typischen Erscheinungsbild von Feuchtwiesen im Frühling und Sommer. Heute ist sie selten geworden und steht sogar in einigen Bundesländern auf der Roten Liste. Das hat verschiedene Gründe: Generell werden immer mehr Feuchtwiesen aus landwirtschaftlichen Gründen trocken gelegt, sodass geeignete Habitate immer mehr verschwinden. Auch die Begradigung der Bachläufe trägt dazu bei. Die zunehmende Stallhaltung von Milchvieh führt außerdem dazu, dass immer mehr Wiesen planiert werden, um sie möglichst leicht zur Futtergewinnung mähen zu können. Dadurch verschwinden feuchte Senken und Mulden als potentielle Habitate der Sumpfdotterblume.

Das Wiesenschaumkraut

Allgemeines

Die Blume des Jahres 2006 gehört wie alle Kohlarten und das häufige Hirtentäschelkraut zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Wissenschaftlich heißt sie Cardamine pratensis, was aus dem griechischen Kardamon = Kresse und dem lateinischen pratensis = "auf Wiesen wachsend" zusammengesetzt ist. Der deutsche Name beschreibt das Phänomen, dass die Wiesenschaumzikade (Philaerus spumaris) ihre Schaumnester häufig an dieser Pflanze anlegt.

Außerdem ist das Wiesenschaumkraut die bevorzugte Nahrungspflanze der Raupe des Aurorafalters (Anthocaris cardamines).

Aussehen

Wie typisch für die Familie der Brassicaceen bestehen die Blüten aus vier Blättern, welche bei dieser Art weiß bis blassrosa gefärbt sind. Die mehrjährige Pflanze trägt grundsätzlich gefiederte Blätter, wobei die Fiederblätter der grundständigen Blattrosette im Gegensatz zu denen des Stängels eine rundliche Form besitzen. Auffällig sind auch die Früchte dieser Art, bei denen es sich um stabförmige Schoten handelt, deren Samen nach dem Aufplatzen herausgeschleudert werden. Allerdings ist diese Pflanze auch in der Lage sich vegetativ fort zu pflanzen, indem sie Brutknospen an den Blättern der Blattrosette ausbildet.

Verbreitung

Das Wiesenschaumkraut ist in ganz Deutschland, sowie in Nordeuropa, Nordasien und Nordamerika verbreitet. Dort besiedelt es frische bis feuchte, nährstoffreiche Standorte, wie z.B. Fett- und Feuchtwiesen, Bruch- und Auewälder und Flachmoore.

Gefährdung

Einst eine den Frühling dominierende Art (Blühzeit April bis Juni), bekommt man das Wiesenschaumkraut heute immer seltener zu Gesicht. Entwässerungsmaßmahnen von Feuchtwiesen und Grünlandumbruch führen zu einem zunehmenden Rückgang der Art, da dadurch geeignete Habitate verloren gehen. Heutzutage wird sie als gefährdet eingestuft.

Verwendung

Eine wichtige Rolle spielt das Wiesenschaumkraut in der Volksmedizin, da es als Tee gegen Rheuma eingesetzt werden kann. Junge Blätter und Sprosse können außerdem für Salate und Suppen verwendet werden, da sie durch ihren kresseähnlichen Geschmack eine würzende Wirkung haben. Allerdings ist sie leicht giftig und daher nur in Maßen genießbar.

 
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