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www.entente-florale.muenster.de

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Jeder Kübel eine verpasste Chance
Dienstag, 1. Mai 2007

"Entente Florale"- Geschäftsführer Dr.Wetzlar über Münsters Vorzüge, Kyrill und seine Europa-Arbeitsreise

Beim internationalen Wettbewerb "Entente Florale", an dem auch Münster teilnimmt, mischt ein Altenberger kräftig mit: Dr. Lutz Wetzlar ist Generalsekretär Des Wettbewerbs und der internationalen Trägerorganisation. Er hat sich mit Hallo-Redakteur Sebastian Driemer unterhalten.  Sie reisen im Sommer als Jurymitglied durch zwölf europäische Staaten und besuchen 23 Orte - ein entspannter Urlaub, oder?

Wetzlar: Das wird ganz bestimmt kein Urlaub. Eine ruhige Städtetour mit Kulturprogramm oder wandern in den Bergen, das ist für mich Entspannung. Vor der Jury liegt aber ein straffes zeitliches und inhaltliches Programm. Daraus werden regelmäßig Zwölf-Stunden-Tage oder mehr.

Was wird die Jury am 21. Juni in Münster zu sehen bekommen?

Wetzlar: Neben einem Fußmarsch ist eine Fahrt mit dem Rad selbstverständlich. Das Fahrrad ist sozusagen fester Bestandteil von Münster. Die Jury wird die Stadt auch als Zentrum einer vielfältigen landwirtschaftlichen Region mit dem Bus erfahren.

Haben Sie einen Lieblingsort in Münster?

Wetzlar: Nicht einen Ort, eher viele: Aasee, Mühlenhof, Naturkundemuseum, Zoo, Wienburgpark und natürlich auch die lebendige Stadtmitte, den bunten Markt, das moderne Hafenviertel. Münster hat ein wunderbares Grüngürtelsystem, das vom Stadtkern aus wie Finger nach außen wächst.

Glauben Sie, dass Kyrill Ihnen einen Strich durch die Bewerbungs-Rechnung macht?

Wetzlar: Bei Kyrill sind zwar einige Bäume beschädigt und umgekippt, aber das hat den Grüngürtel in seinem wertvollen Bestand nicht verändert. Das wird keine Auswirkungen auf das Ergebnis haben.

Was haben Sie in den Jahren als Jurymitglied in anderen Ländern festgestellt? Welche Schwerpunkte gibt es dort?

Wetzlar: In England und Frankreich beispielsweise ist selbst in großen Städten Blumenschmuck in der Innenstadt selbstverständlich. Dort organisiert die Kaufmannschaft sogar Schaufenster- Wettbewerbe mit floraler Gestaltung. In Sheffield hat ein Verein für die ganze Innenstadt Blumenkästen und Pflanzen bereitgestellt und sorgt für die Pflege. Bürgerliches Engagement scheitert dort nicht, weil viele Menschen sich mit ihrer Stadt identifizieren. Weil dieses Engagement auch hier greifbar ist, hat sich die Bundesjury im vergangenen Jahr entschlossen, Münster als deutschen Vertreter ins internationale Rennen zu schicken.

Und hierzulande?

Wetzlar: Potsdam, Kiel und Münster sind hervorragende Beispiele für funktionierende Grünsysteme, für hohe Lebensqualität durch Bäume und Freiflächen in der Stadt. Das sorgt für hohe Erlebnis und Wohnqualität. Nach unserem Verständnis ist ein Baum an der richtigen Stelle mehr wert als zehn Blumenkübel. Ein Baum wirkt nachhaltig, Betonkübel jedoch sind immer verpasste Chancen für richtige Bäume am richtigen Fleck.

 
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